Beitrag n°7

Für unsere Holzhallen benutzen wir ausschließlich PEFC-zertifiziertes Holz
Doch was steckt eigentlich hinter diesem Begriff? 

Mit PEFC steht euch als Konsumenten ein Gütesiegel zur Verfügung, an dem ihr die nachhaltige Herkunft des Materials Holz erkennen könnt. Ein mit PEFC-Zertifizierung ausgezeichneter Wald wird so bewirtschaftet, dass Menschen, Tiere und Pflanzen gut leben und gedeihen können. Das Gütesiegel schließt aus, dass für ein Produkt illegal geschlägertes Holz verwendet wurde. 

Die Organisation

Das Akronym PEFC steht für „Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes“, also ein Programm für die Anerkennung von Waldzertifizierungssystemen. Die Organisation ist eine europäische Gründung aus den neunziger Jahren, der kurz nach dem Jahr 2000 auch außereuropäische Partner beigetreten sind. 
Diesem Zusammenschluss von Zertifzierungsorganisationen ist der PEFC Council in Genf übergeordnet, dem 35 nationale Vereinigungen angehören. Ihr Ziel ist die Förderung nachhaltiger Waldwirtschaft durch die Vorgabe dafür notweniger Bedingungen und deren Überprüfung und Zertifizierung. 

Anforderungen und Standards

Die Grundlage aller Maßnahmen ist ein Kriterienkatalog, den die nationalen Zertifizierungsorganisationen erfüllen müssen. Die Idee ist die Sicherstellung einer nachhaltigen und ökologischen Waldbewirtschaftung , die Nutzung und Pflege des Walds einschließt. 
Internationale Standards umfassen Schutzmaßnahmen für im Wald tätige Menschen, den Schutz indigener Völker sowie die Bewahrung ökologisch besonders wertvoller Waldgebiete. Des Weiteren sind keine genetisch veränderten Pflanzen zulässig. 
Die Anforderungen in Deutschland werden vom deutschen Forst-Zertifizierungsrat festgelegt. Sie betreffen den Erhalt und Aufbau von Mischwald, schonenden Maschineneinsatz und eine Qualifikation der Waldarbeiter. 

Durchführung der Zertifizierung

Die Bewirtschaftung des Waldes wird regional überprüft und dokumentiert, was besonders betriebsübergreifende Eigenschaften wie Biodiversität betrifft. Diese Überprüfung erfolgt unabhängig von den Waldbesitzern. Ist diese regionale Grundlage vorhanden, können die einzelnen Waldbesitzer die Verpflichtung zur Einhaltung der geforderten Standards eingehen. Eine wesentliche Anzahl von Waldbetrieben wird jedes Jahr kontrolliert. Bei festgestellten Verstössen wird der entsprechende Betrieb von der Zertifizierung ausgeschlossen. 

Das PEFC-Gütesiegel als Information für den Konsumenten 
Am Gütesiegel könnt ihr einfach erkennen, ob das Material für Holzprodukte aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammt. Es wird nur erteilt, wenn mindestens 70% des verarbeiteten Holzes aus zertifizierten Beständen stammt und kein illegal erzeugtes Holz verwendet wurde. Bewusstes Einkaufen und Achtsamkeit gegenüber den Wäldern ist so für jeden Konsumenten möglich.

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