Grundstückwechsel für unsere neue Produktionshalle

Eine ereignisreiche Zeit liegt hinter uns, denn in letzter Minute vor dem Neubau haben wir uns entschieden, das Grundstück zu wechseln. Die Planung war bereits abgeschlossen, die Erdarbeiten begonnen, das Holz bestellt – es konnte also sofort in der Werner-Schumacher-Straße losgehen. Was uns dazu bewogen hat diesen Schritt zu gehen, erfahrt ihr im Zeitungsartikel des Kölner Stadtanzeiger von Wolgang Kirfel, am 23.09.2020:

Kall: Hilger Holz expandiert auf Nachbargrundstück

Als Martin Hilger 2017 den neuen Standort seines Holzhandels im Kaller Gewerbegebiet plante, wollte er in einer Größenordnung bauen, dass es „bis zur Rente“ reicht. Aber schon ein Jahr nach der Eröffnung im vergangenen Jahr musste der 40-Jährige feststellen, dass sein Neubau schon wieder zu klein geworden ist. Doch eine Erweiterung schien unmöglich, weil es in der Nachbarschaft keine freie Flächen mehr gab. Das einzig mögliche Grundstück gehörte mit Michael Schumacher aus Büllingen in Belgien einem der besten Kunden von Hilger.
Schumacher hatte auch schon mit den Erdarbeiten für einen Neubau für sein Unternehmen „X-Wood“ begonnen. Deshalb wollte das Areal auf Anfrage von Hilger zunächst auch nicht hergeben, entschied sich dann aber doch zum Verkauf und errichtet seine neue Betriebsstätte nun kurzerhand im neuen Gewerbegebiet III.

Platzmangel schon nach drei Monaten

„Der Standort in Kall ist viel besser gelaufen als ich gedacht habe“, sagt Hilger. Der 40-Jährige hatte mit seinem Holzhandel 2019 seinen alten Standort in Broich verlassen, weil das 11 000 Quadratmeter große Grundstück nach mehreren Erweiterungen einfach zu klein war. Am neuen Standort wurde auf einer Fläche von 29 000 Quadratmetern ein Neubau mit 13 500 Quadratmetern errichtet. Die Hallen sind so riesig, dass große Holzlaster einfach durch die Regalreihen fahren können. „So können wir die Ware immer im Trockenen verladen“, erklärt Hilger.
„Aber schon nach drei Monaten war die Nachfrage so groß, dass ich den alten Standort in Broich wieder für größere Holzmengen reaktivieren musste“, berichtet der Firmenchef. Denn Hilger wollte ausreichend Vorrat haben, wenn es, wie von ihm befürchtet, im Sommer zu Lieferengpässen kommen würde. Das sei dann aus verschiedenen Gründen auch eingetreten. „Wir verkaufen fast ausschließlich Fichtenholz, das wegen der Hitze und dem Borkenkäfer oft Schäden aufweist und nur eingeschränkt verwendbar ist“, so Hilger.
Hinzu komme, dass die Amerikaner Fichtenholz „zu exorbitant hohen Preisen“ aufkauften und dass viele Lager wegen der Corona-Krise ohnehin nicht gut gefüllt gewesen seien. Der private Bedarf sei wegen der Corona-Krise ebenfalls hoch gewesen, weil sich viele ein Gartenhaus oder Ähnliches gebaut hätten. Deshalb konnte der Firmenchef froh sein, dass er viel Holz eingelagert hatte. „Wir haben Balken in 1300 verschiedenen Größen auf Lager. So ein Bestand ist sogar europaweit selten“, betont der 40-Jährige.

Neubau soll im Herbst 2021 fertig sein

Deshalb seien auch viele große Kunden auf ihn aufmerksam geworden, die bisher ihr Holz in Industriebetrieben eingekauft hätten. „Die haben aber im Gegensatz zu uns eine Lieferzeit von mindestens drei Wochen.“ Doch nicht nur wegen der steigenden Nachfrage braucht Hilger mehr Platz. Er will das Angebot an Türen und Böden auch für Privatkunden weiter ausbauen.
Weil ihm Michael Schumacher das 11 000 große Areal überlassen hat, kann Hilger nun sein Unternehmen, in dem zurzeit nach seinen Angaben 14 Vollzeitkräfte und viele Aushilfen arbeiten, auf dem 11 000 Quadratmeter großen Nachbargrundstück erweitern. „Wir sind jetzt schon in der Planungsphase und wollen im Herbst 2021 mit dem Neubau fertig sein.“ Das Gebäude soll, wie die Hallen nebenan, auch wieder Maßstäbe setzen. „Wir brauchen zum Beispiel nur wenig Strom, weil ich bei der Planung der Hallen großzügige Lichtbänder für Tageslicht vorgesehen habe“, erläutert der 40-Jährige.Einen Fehler wird der Holzgroßhändler auf jeden Fall nicht mehr machen: „Auch nach der Realisierung des Neubaus werden wir den Standort in Broich beibehalten.“

Auch X-Wood kommt nach Kall

„Ich hatte Hilger zuerst abgesagt, weil die Planung und der Bauantrag für mein Gebäude komplett fertig waren. Dann habe ich mich in letzter Sekunde aber doch anders entschieden und die Fläche verkauft “, erzählt Schumacher. Das sei aber auch nur möglich gewesen, weil die Gemeinde ihm schnell ein Alternativgrundstück habe anbieten können. Alternativ ist dabei nicht ganz richtig, denn das Areal im Gewerbegebiet III ist mit 28 000 Quadratmeter zweieinhalbmal so groß wie das alte Areal. Schumacher hat einen holzverarbeitenden Betrieb, der sich bislang auf den Bau von Holzhallen spezialisiert hat und der nach seinen Angaben am Hauptsitz in Büllingen neun Mitarbeiter beschäftigt. „Ich bin zu 90 Prozent in
Deutschland tätig und sehe im Holzhallenbau eine Riesenwachstumsmöglichkeit“, sagt der Unternehmer, der auch bereits den aktuellen Gebäudekomplex von Hilger Holz in Kall errichtet hat.
„Die Nachfrage boomt, auch weil dank neuer Techniken größere Spannweiten möglich sind. Zudem wird das Thema Nachhaltigkeit immer wichtiger.“ X-Wood gehe mit gutem Beispiel voran und habe seit 2019 ein Programm, das dafür sorge, dass für die Holzmenge, die das Unternehmen verbrauche, neue Bäume in Borneo gepflanzt würden. In Kall will Schumacher auch Wände für Fertighäuser und Bürogebäude herstellen lassen. In den nächsten Jahren sollen rund zehn Arbeitsplätze entstehen. Derzeit wird das Grundstück baureif gemacht.
Wenn alles nach Plan läuft, soll die Halle im Sommer 2021 stehen.

Zeitungsartikel X-Wood
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